Chinchilla-Haltung, Ernährung, Bilder und mehr. Meinen geliebten Fellkugeln gewidmet.

Vielstreifengrasmaus

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Systematik

Ordnung:
Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Echte Mäuse (Murinae)
Gattung: Lemniscomys
Art: Vielstreifenmaus (Lemniscomys barbarus)


Steckbrief

Aussehen:
helle und dunkle, sich abwechselnde Streifen, die am Hals anfangen, Hauptrückenstreifen jedoch stets dunkelbraun; neue Zuchtform: Schecke
Größe: 8-12 cm + 8-16 cm Schwanzlänge
Gewicht: 30-40 Gramm
Alter: bis 3 Jahre
Sozialverhalten: gesellig
Vorkommen: von Senegal bis Marokko, Tunesien bis Sudan und Tansania (Nordafrika)
Lebensraum: trocke und grasbestandene Savannen, Wüstengebiete; bauen als Bodenbewohner Nester und Höhlen aus Gräsern und anderem weichen Nistmaterial
Aktivitätszeit: meist dämmerungs- und nachtaktiv
Wesen: sehr schnell und bewegungsfreudig; starker Fluchttrieb/ sehr scheu, werden nicht zahm; "Kletterkünsler"
Temperatur: 24-30 Grad/ eventl. ist ein lokaler Wärmerstrahler notwendig (Tag) und über 18 Grad (Nacht)

Geschlechtsreife: 10 Wochen (m); 4-5 Monate (w)
Paarungszeit in Gefangenschaft: ganzjährlich
beste Erfolgsaussichten: bei einem sich verstehendem Pärchen oder Harem; ruhige, stressarme Umgebung
Tragzeit: 21 Tage
Festes Futter: ab 14 Tagen
Selbstständigkeit: nach 21-25 Tagen

Wichtig: Bietet man während der Zucht zu wenig Eiweiß und zu wenig Platz an, kommt es hier nicht selten zum Kannibalismus!



Ernährung

In freier Wildbahn ernähren sich Vielstreifen-Grasmäuse von Grassamen, grünen Pflanzenteilen und ein wenig Insekten.

In der Gefangenschaft kann man dieses Angebot sehr schön imitieren. Folgende Nahrungskomponenten werden verfüttert:


Trockenfutter

bestehend aus:

1. Sämereien/Samen:
Den höchsten Anteil der Trockenfuttermischung sollten Grassamen darstellen. Zu diesen kann man viele weitere, unterschiedliche Samen hinzumischen.
Am einfachsten ist es sicherlich bereits in der Zoohandlung erhältliches Exoten-, Wellensittlich, Kanarien- und Waldvogelfutter miteinander zu vermischen- so hat man ohne großen Aufwand einen vielseitigen Samenmix. Meistens ist hier jedoch der Anteil der feinen Sämereien wie Grassamen zu gering. Daher sollte man sie hinzukaufen.
Mehr dazu siehe auch hier:
Sämereie-Liste

 

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Mischung aus vielen verschiedenen Sämereien

 

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Mischung aus Grassamen und anderen feinen Sämereien



 

2. Heu

Immer zur freien Verfügung anbieten. Wird gefressen und zum Nester-Weben verwendet.



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kräuter- und blattreiches Heu

 

3. Getrocknete Kräuter, Blätter und Blüten
Können entweder unter die Trockenfuttermischung aus Sämereien gemischt werden oder unter das Heu. Auch ist es möglich diese seperat anzubieten. Z.B. 1 EL pro Tier und Tag.
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Trockenpflanzenmischung















Frischfutter

 

2. Gemüse und Obst

z.B.: Gurke, Paprika, Salat
Obst nur sehr wenig anbieten z.B. 1-2 mal in der Woche eine Obstsorte. Gemüse kann in größen Mengen verfüttert werden.Mehr dazu siehe auch hier:
Gemüse- und Obst-Liste


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Mangold

 

1. Frische Kräuter, Blüten, Blätter und Zweige
Z.B.: Löwenzahn, Spitzwegerich, Breitwegerich, Vogelmiere, Hirteltäschel, Klee, Gräser, Gänseblümchen, alle Obstbäume (bei Pflaume keine Blätter mitverfüttern), Weide, Birke; Golliwoog
Können ad libitum verabreicht werden.
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Blühende Kirschbaumzweige





 

Tierisches Eiweiß

Diejenigen, die sich nicht ans Lebensfutter trauen, sollten in die Sämereienmischung (Zwerg-)Hamster- oder Rennmausfutter aus der Zoohandlung hinzugeben, das bereits Eiweiß, z.B. in Form von getrockneten Mehlwürmern, enthält. Ebenfalls ein Stück gekochtes Ei oder fettarmen Hirtenkäse kann man ab und zu verfüttern.
Natürlicher und gesünder ist es jedoch den Mäusen Lebenfutter zu reichen. Nach diesen wird eine richtige Jagd veranstaltet- eine naturnahe Beschäftigungsart also, die Verhaltensstörungen vorbeugt!

Als Lebenfutter eigenen sich u.a.:
* Grillen
* Heimchen
* Zophobas-Larven
* Mehlwürmer

Tierisches Einweiß mehrmals wöchentlich anbieten.


Wasser

Bei ausreichendem Anbieten von Saft- bzw. Frischfutter trinken Vielstreifen-Grasmäuse nicht viel. Trotzdem sollte stets frisches Wasser zur Verfügung stehen.
 
www.tierpla.net
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